Zahnarztpraxis  DS Thomas Kiel
Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie
 
 

Für gesunde Zähne ist auch gesundes Zahnfleisch äußerst wichtig. Entzündungen am Zahnfleisch oder am Zahnhalteapparat - die so genannte Parodontitis -  können Ihr Gebiss bis hin zum Zahnverlust schädigen. Damit das nicht passiert, setzen wir rechtzeitig mit einer Therapie ein, um den Prozess zu stoppen und Ihre Zahngesundheit so dauerhaft zu bewahren.

Parodontologie
Parodontitis
Gingivitis

Die Gingivitis ist eine Entzündung, die nur das Zahnfleisch betrifft. Sie wird durch bakterielle Zahnbeläge, der sog. Plaque, oder durch Reizungen oder Verletzungen hervorgerufen. Das Zahnfleisch erscheint dadurch gerötet und 

geschwollen. Die entzündete Stelle schmerzt meist bei Berührung und kann beim Zähneputzen oder Essen bluten. In der Regel ist die Prognose dieser Erkrankung gut. Nach Beseitigung der Ursachen klingt die Entzündung innerhalb einiger Tage von selbst wieder ab. Besteht die Gingivitis über einen längeren Zeitraum und wird nicht behandelt, so kann sie sich zu einer Parodontitis entwickeln. Dabei greift die Entzündung auch auf den Kieferknochen über und kann über eine Zahnlockerung zu Zahnverlust führen.


Sorgfältige Mundhygiene, regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Zahnarzt und regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) sind der beste Garant für ein gesundes, entzündungsfreies Zahnfleisch.


Parodontitis, auch Parodontose genannt, ist heutzutage Hauptursache für den Zahnverlust. Sie ist in vielen Fällen erblich bedingt, wird aber durch Risikofaktoren begünstigt. Dazu zählen insbesondere nicht angepasste Mundhygiene, Rauchen, unbehandelter Diabetes mellitus (Zuckererkrankung), Stress, Übergewicht sowie Mangel- bzw. Fehlernährung.

Unbehandelte Zahnfleischentzündungen können das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen (z.B. Herzinfarkt und Herzmuskelentzündung), Atemwegserkrankungen

(z.B. Lungenentzündung) und Diabetes mellitus erhöhen. Des Weitern kann eine unbehandelte Parodontitis zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen. Auch werden Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Osteoporose, Arthritis, Alzheimer sowie der Entstehung von Krebserkrankungen diskutiert.

Deshalb prüfen wir in regelmäßigen Abständen mit einer Messsonde, ob das Zahnfleisch gesund ist oder ob erste Entzündungsanzeichen vorliegen.

Parodontitisbehandlung

Als erstes erfolgt eine Mesung der Zahnfleischtaschen zur Feststellung des Umfangs der Entzündung, sowie eine ausführliche Beratung über die Ursachen der Zahnfleischentzündung. Mit einem mikrobiologischen Test kann ggf. festgestellt werden, ob aggressive Bakterien vorhanden sind, die die Entzündung begünstigen. Es folgt daraufhin ein intensives Training zur Optimierung der Mundhygiene mittels professioneller Zahnreinigung (PZR).


Die systematische Parodontitisbehandlung erfolgt in aller Regel unter lokaler Betäubung vollkommen schmerzfrei in zwei Sitzungen. Dabei werden die Wurzeloberflächen geglättet (rootplaning) und Zahnstein entfernt (scaling). Dies geschieht mittels speziellen Ultraschall- und Handinstrumenten. Die Zahnfleischtaschen werden dabei mit einer antibakterillen Lösung gespühlt und gesäubert. Zusätzlich zur Taschensterilisation verwenden wir den zahnärztlichen Laser. Die Einbindung in eine regelmäßige Nachsorge (Recall) ist im Anschluß der Behandlung von großer Bedeutung um einen Langzeiterfolg zu erzielen.